Pflanzenkohle aus der Pyrolyse von Grüngut
Aus regionalem gehaktem Holz aus der Landschaftspflege und der Forstwirtschaft entsteht mittels Pyrolyse eine Pflanzenkohle. Bei diesem Verfahren wird die Biomasse / Landschaftspflegeholz getrocknet und dann unter Ausschluss von Sauerstoff bei 600–700 °C verkohlt. Dabei wird Kohlenstoff dauerhaft gebunden und eine schwammartig poröse Pflanzenkohle mit einzigartigen Eigenschaften und vielseitigem Einsatzbereichen hergestellt. Die Prozessabwärme aus der Pyrolyse findet direkte Verwendung als erneuerbare Komfortwärme für Liegenschaften.
Greenpower für Natur und Klima
Die schwammartig poröse Pflanzenkohle wird in verschiedenen Bereichen und zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. Als Bodensubstrat verwendet, reduziert sie Nährstoffverluste und Treibhausgasemissionen wie Lachgas, verbessert die Bodenstruktur und erhöht die Wasserhaltefähigkeit. Pflanzenkohle kann auch zur Immobilisierung von PFAS direkt im Gelände eingesetzt werden. Im Zusammenhang mit den Umwelt- und Klimaschutzmassnahmen kommt der Pflanzenkohle als biologischer CO2-Speicher zudem – unabhängig der Verwendung – eine wichtige Rolle zu. Denn der Kohlenstoff wird langfristig gebunden.
Pflanzenkohle von IWB und Biopower
In den Pyrolyseanlagen der IWB in Basel und Maisprach wird Pflanzenkohle aus regionalem Landschaftspflegeholz produziert. Diese Pflanzenkohle ist EBC AgroBio-zertifiziert, FiBL-gelistet und besitzt eine CH-Düngerbewilligung. Sie zeichnet sich durch ihre breite Partikelgrössenverteilung (<2 cm), stark poröse Struktur mit einer grossen inneren Oberfläche aus, wodurch sie Wasser und Nährstoffe besonders effektiv speichern kann.
Eigentümerin der Pyrolyseanlagen sind die IWB. Die Biopower Nordwestschweiz AG kümmert sich um die Biomassebeschaffung, den Anlagenbetrieb und den Vertrieb der Pflanzenkohle. Mit der Partnerschaft bündeln die beiden Unternehmen ihre Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Biomasseaufbereitung, Pyrolyse, Energieproduktion und Schliessen der Stoffkreisläufe.
